Wie verursacht eine Webseite CO₂?

Um eine Webseite auf einem Computer, Tablet, Smartphone oder TV anzuzeigen, brauchst du einen Browser, der alle notwendigen Daten aus dem Internet auf das verwendete Gerät lädt. Je nachdem, wie eine Webseite aufgebaut ist, werden Bilder und verschiedene Skriptdateien, aber auch Schriftarten oder Informationen aus Datenbanken aufgerufen. Diese liegen auf einem Server, der die Internetseite verwaltet bzw. hosted, und müssen von diesem zum Endgerät befördert werden.

1 MB ≙ 2 Wh

Für die Übertragung von Daten zwischen deinem Endgerät, Servern und wieder zu deinem Endgerät wird Strom benötigt. Doch nicht nur bei Server und Endgerät: So schnell eine Webseite beispielsweise auf dem Smartphone auch geladen sein mag, es sind unzählige Geräte an dieser reibungslosen Übertragung beteiligt. Denn ohne Signale zu verstärken, schaffen es Daten kaum von einem Zimmer in das benachbarte. Wir gehen davon aus, dass das Laden von 1 MB Daten aus dem Internet etwa 5 Wh verbraucht.


Um in Deutschland Strom zu produzieren, werden auch verschiedene Ressourcen genutzt, die ihre Energie nur unter CO₂-Produktion freigeben. Selbst wenn Server und Endgerät offiziell von einem Öko-Strom-Anbieter versorgt werden, ist der Strom aus dem Netz nicht zu 100 % nachhaltig. 2019 waren es genau genommen 39,8 %. Aus diesem Grund verursacht jeder Seitenaufruf im Internet CO₂. Je größer die Webseite und je häufiger sie aufgerufen wird, desto größer der CO₂-Fußabdruck.

Weiterführende Infos für Dich:
Umweltbundesamt: Stromerzeugung erneuerbar und konventionell

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